Die Pfadi Höfe im Überblick und im Detail

Pfadi. Das bedeutet mehr als nur Feuer machen! Seit hundert Jahren steht die Pfadibewegung als grösste Jugendorganisation der Welt für Freundschaft, Engagement und Abenteuer in der freien Natur. Werte wie Toleranz oder Verantwortungsbewusstsein, welche die Pfadi den Jugendlichen spielerisch vermittelt, sind für die heutige Gesellschaft aktueller denn je.

Die Pfadi Höfe ist in vier verschiedene Stufen unterteilt. Als Pfadi wächst man durch und mit diesen Stufen. Vom Wölfli, zum Pfadi, zum Pio um schlussendlich als Leiter den Kreis zu schliessen. Folgend möchten wir dir diese Stufen etwas näherbringen.

 


Biber

Die Biber treffen sich einmal pro Monat am Samstag Nachmittag im Pfadihaus Wollerau. Nach dem Begrüssungsritual machen wir uns auf den Weg in den Wald. Dort spielen wir mit allem was die Natur hergibt. Wir suchen nach Pflanzen und Tieren, malen und werken und erleben jedesmal eine neue Geschichte mit einem kleinen Abenteuer. Zum Schluss essen wir gemeinsam Zvieri am Lagerfeuer.

Nach Abschluss der Biberzeit steht der Übertritt zu den Wölfli an. Zusammen mit deinen Biberfreunden bist du bereit Neues kennenzulernen und dein erstes Wölflilager zu erleben. 


Wölfli – Miis Bescht

Die Mitglieder der Wolfsstufe, auch Wölfli gennant, sind üblicherweise zwischen 6 – 9 Jahren. Jeden Samstag trifft man sich, um gemeinsam Abenteur zu erleben. Sei es die Suche nach einem verlorenen Piratenschatz, Detektivarbeit um geheime Botschaften zu entschlüsseln oder einfach mal am Lagerfeuer ein paar „Schoggibananen“ zu bräteln. 

Der Höhepunkt jedes Wölflijahres ist das Wolfslager, welches jeweils in der ersten Herbstwoche stattfindet. Gemeinsam verbringen die Wölfe eine Woche in einem Lagerhaus und erleben dabei ein packendes Lagerthema.

Der Wahlspruch der Wölfli lautet „Miis bescht“. Das bedeutet, dass sie alle Kinder Mühe geben wollen, ihr Bestes zu geben. Beim Zusammenleben nehmen alle aufeinander Rücksicht und behandeln einander mit Respekt. Es wird viel Wert auf ein Rahmenprogramm mit Spielen und Geschichten gelegt, was den Wölfen hilft, Neues zu erlernen, die Gruppe zu erleben und Freundschaften zu schliessen. 

Nach drei bis vier Jahren bei den Wölfen wurde viel erlebt und gelernt und der Wolf darf anschliessend in die Pfadistufe übertreten.


Pfadi – Allzeit bereit

Die Mitglieder der Pfadistufe, die Pfadis, sind normalerweise zwischen 10 – 14 Jahren. Die Pfadis treffen sich jeden Samstag und erleben spannende Abenteuer im Freien. Dabei kannst du dich so richtig austoben. Du lernst bei uns tolle Spiele kennen und gewinnst viele neue Freundinnen und Freunde. Sei es ein grosses Geländespiel mit anderen Gruppen, eine Wanderung ohne Google Maps aber mit Karte und Kompass oder das Bauen von Seilbrücken und anderen Bauten.

 

Der Höhepunkt jedes Jahres ist das Sommerlager: Die Pfadis reisen gemeinsam mit ihren Pfadileiterinnen und –leitern in ein Zeltlager, irgendwo in der Schweiz oder im nahen Ausland. Ein spannendes Lagerthema begleitet euch über zwei Wochen und ihr erlebt die grössten Abenteuer, die du dir vorstellen kannst.

Der Wahlspruch der Pfadi lautet "Allzeit bereit“. Das bedeutet, dass alle Pfadis immer bereits sind, neue Abenteuer zu erleben und sich für die Pfadi sowie die Gesellschaft zu engagieren. Beim Zusammenleben nehmen alle aufeinander Rücksicht und behandeln einander mit Respekt. Wenn du länger in der Pfadistufe bleibst, kannst du Leitpfadi werden. Die Leitpfadis unterstützen die Leiterinnen und Leiter und übernehmen schon früh Verantwortung.


Pio – Zäme wiiter

Die Mitglieder der Piostufe, die Pios, sind üblicherweise zwischen 14 – 16 Jahren. In der Piostufe kannst du die Pfadi neu entdecken – ganz unter Gleichaltrigen. Im Gegensatz zur Pfadistufe planen wir in der Piostufe zusammen das Jahresprogramm und die Aktivitäten.  Zu unserer Equipe gehört auch unsere Leitung, die mit uns die verrücktesten Unternehmungen plant und mitmacht. Zu Beginn der Piostufe hilft sie noch ziemlich viel. Aber nach einiger Zeit sind wir selber eine tolle Planungsgruppe und versuchen, unsere eigenen Ideen in die Tat umzusetzen. Nur manchmal muss die Leitung mit uns ein ernstes Wort reden, wenn wir etwas Gefährliches vorhaben oder wichtige Dinge vergessen haben.

Du siehst, bei den Pios haben wir viel Freiraum. Wir sind aber auch selbst dafür verantwortlich, unsere Piozeit sinnvoll zu gestalten. Weil wir uns als ganze Equipe dieser Herausforderung stellen und dabei nie auslernen, heisst unser Wahlspruch „zämä wiiter“.

Nachdem du zwei bis drei Jahre bei den Pios aktiv gewesen bist, wirst du in den andern Stufen schnuppern gehen und neue Herausforderungen suchen: Du schlägst als Rover ein neues Kapitel in deinem Pfadileben auf und übernimmst neue, spannende Aufgaben als Leiterin.

 

Rover / Leiter – Bewusst handeln

In der Pfadi Höfe sind die meisten Mitglieder dieser Stufe aktive Leiter und Leiterinnen der anderen drei Stufen. Damit ist diese Stufe die Stütze der Jugendarbeit in unserer Bewegung. Durch den Entschluss, Leitungsverantwortung zu übernehmen, beginnt ein neues Abenteuer, in welchem erfahrene Kolleginnen und Kollegen sowie Ausbildungskurse wertvoll unterstützende Begleiterinnen und Begleiter sind. Ein offizielles Pensionsalter für Pfadfinder existiert nicht, da die Leiterstufe keine Altersbeschränkung nach oben kennt. In unserer Abteilung sind die Leiter jedoch zwischen 17 und 30 Jahre alt.

In der 4. Stufe engagieren wir uns aber nicht nur für jüngere Altersstufen, sondern lassen auch unser persönliches Vergnügen nicht zu kurz kommen. Dabei spielen gemeinsame Projekte eine besonders wichtige Rolle. So führen wir alljährlich unsere Hauswoche durch. In dieser Woche bewohnen wir Leiter eines unserer Pfadihäuser (Wollerau oder Päffikon) und gehen von dort aus unserem gewohnten (nicht pfadfinderischen) Alltag nach. Obschon bei der Hauswoche die Gemütlichkeit im Vordergrund steht, wird das intenisve Zusammenleben der Leiter auch für die Planung von Höcks oder sonstigen Anlässen genutzt. Ein Fixpunkt im Jahreskalender der Leiter hat nebst den regionalen Chilben und Märkten natürlich auch die Fasnacht, wo wir seit Jahren unserer Kreativität freien Lauf lassen.

Wir Leiter organisieren die Arbeitsteilung innerhalb unserer Abteilung selbst, jedes Mitglied übernimmt dabei einen Teil der Verantwortung. Als erwachsene Mitglieder der Pfadibewegung nehmen wir unser Leben selbst in die Hand und setzen uns immer wieder persönliche Ziele. Diese wollen wir auch verwirklichen, und deswegen heisst unser Wahlspruch „bewusst handeln“. Als Leiter engagieren wir uns für die Gemeinschaft, unsere Mitmenschen und die Umwelt. Unsere Pläne setzten wir in die Tat um und tragen dafür die volle Verantwortung. So lernen wir auch viel für das Leben und entwickeln unsere persönlichen Kompetenzen weiter.